SoHo nun auch in Niederösterreich

Die sozialdemokratische Lesben- und Schwulenorganisation SoHo hat ab heute auch eine Landesorganisation in Niederösterreich. Vorsitzende ist Michaela Menclik.

Sie möchte vor allem die Lage von Lesben und Schwulen im flächengrößten Bundesland verbessern: „Die primären Ziele sind Dinge die schon funkionieren, bestes Beispiel ist hier immer Wien, auch in Niederösterreich umzusetzen, wie zum Beispiel die Pflegekindschaft oder die Zeremonien am Standesamt“, so Menclik heute auf einer Pressekonferenz.

Unterstützung bekommt sie dabei von der Landespartei: Josef Leitner, Vorsitzender der SPÖ Niederösterreich, lobt die SoHo als „Plattform im Sinne von Gerechtigkeit und Gleichbehandlung. Sie wissen ja auch, dass in diversen Gesetzen, sei es auf Landes- oder Bundesebene es Ungleichbehandlungen gibt.“

Das von einer absoluten ÖVP-Mehrheit regierte Niederösterreich gilt als besonders säumig, wenn es um die Umsetzung von Rechten für Lesben und Schwule geht. So hat ein Großteil der Bezirkshauptmannschaften nicht einmal die Anfragen von GGG.at beantwortet, wer für die Eintragung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften zuständig sei.

Mit der Gründung der niederösterreichischen Landesorganisation ist die SoHo in acht von neun Bundesländern vertreten, nur das Burgenland ist noch ein weißer Fleck auf der Landkarte.