Gery Keszler erteilt Richard Lugner Life-Ball-Verbot

Richard Lugner ist beim Life Ball unerwünscht. Nur wenige Stunden, nachdem GGG.at über eine Aussage des Baumeisters über Homosexualität und Aids berichtet hat, wurde Lugner von Gery Keszler ausgeladen. Doch „Mörtel“ bleibt uneinsichtig.

Am Rande einer Autogrammstunde mit Ex-„Baywatch“-Beauty Pamela Anderson sagte Lugner einem ORF-Redakteur: „Ich habe jetzt unlängst ein Buch gelesen, also ein Kapitel über Homosexualität, und da habe ich gelesen, wie gefährlich das ist und was da alles für Gefahren schlummern. Das ist eben – deswegen kriegt man… Wird man aidskrank.”

Für Gery Keszler, Organisator des Life Ball, sind solche Aussagen untragbar. In einem offen Brief rügt er Lugner: „Ich möchte persönlich und im Namen von Aids Life mein Unverständnis, offen gesprochen, mein schieres Entsetzen zum Ausdruck bringen. In Ihrem Sinne kann diese Aussage nur als Zeichen schleichender Demenz interpretiert werden, denn als wiederholter Besucher des Life Ball und Medienkonsument sollten Sie mit den tatsächlichen Fakten der Aids-Problematik vertraut sein.“

Lugners Aussage sei „undifferenziert, ignorant und irreführend“, so Keszler weiter. Für die größte HIV-Charityveranstaltung der Welt habe sich der Baumeister disqualifiziert: „Im Sinne der Sache bitten wir Sie, den Life Ball künftig nicht mehr zu besuchen. Ihre Anwesenheit bei einer Aids-Charity wäre ein Affront gegenüber all jenen, die sich schon seit Jahrzehnten im Kampf gegen HIV/Aids und Stigmatisierung engagieren, sich für Prävention und Aufklärung einsetzen und für mehr Toleranz gegenüber Betroffenen stark machen“, spricht Keszler Klartext.

Richard Lugner selbst ist sich allerdings keiner Schuld bewusst. „Ich kann mein Geld auch woanders ausgeben“, ist der Baumeister bockig. „Ich war im vergangenen Jahr nicht beim Life Ball und hatte auch nicht vor, den ihn heuer zu besuchen“, so Lugner gegenüber dem ORF Wien.