Donnerstag, 30. Mai 2024
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Jeder zweite Italiener für Homo-Ehe

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Jeder zweite Italiener, der auf Twitter ist, unterstützt die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule – zumindest, wenn es nach einer aktuellen Auswertung geht. Überraschend: Die Unterstützung für die Ehe-Öffnung ist unter Twitter-Usern im sonst eher liberalen Norden des Landes geringer als in Rom.

Für die Untersuchung haben die Wissenschafter 11.000 Tweets zu dem Thema ausgewertet, die in der dritten Septemberwoche in Italien verfasst wurden. 49,7 Prozent dieser Tweets unterstützten eine Ehe-Öffnung, 37,9 Prozent waren negativ.

Hauptthema war dabei die Einführung regionaler Eingetragener Partnerschaften durch den Mailänder Bürgermeister Gioliano Pisapia. Diese haben rechtlich zwar fast keine Auswirkungen, gelten aber als wichtiges Zeichen. In Rom unterstützten 55,5 Prozent der Twitter-User diesen Schritt, in Mailand selbst waren es hingegen nur 47,6 Prozent.

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Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare weiterhin ein Tabu

Doch so groß die Unterstützung für eine Öffnung der Ehe in der Italienischen Twitter-Gemeinde ist, so wenig möchte man sich homosexuelle Eltern vorstellen, glaubt man den Wissenschaftern. So sind 80 Prozent der untersuchten Tweets zu diesem Thema negativ.

Und auch, wenn eine Twitter-Auswertung nicht ganz repräsentativ ist: Einen Trend hin zur Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Ehen hat auch das staatliche italienische Statistik-Amt ISTAT festgestellt. Ein im Mai veröffentlichte Erhebung hat ergeben, dass gut die Hälfte der Befragten für die Einführung einer zivilen Zeremonie zur Verpartnerung von Schwulen und Lesben ist.