Mittwoch, 28. Februar 2024
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Homoehe-Gegner verprügelten Pro-Aktivisten in Frankreich

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In Frankreich haben am Wochenende etwa 100.000 Menschen gegen Lesben- und Schwulenrechte demonstriert. Konkret ging es und die Öffnung von Ehe und Adoption für gleichgeschlechtliche Paare. Die Veranstalter betonten, nicht homophob zu sein. Bei einer Veranstalter verprügelten Gegner der Homoehe eine Gruppe Frauen, die für Rechte von Lesben und Schwulen demonstrierte.

Demonstranten gleichzeitig gegen Homoehe und Homophobie

In Paris haben mehrere tausend Menschen mit rosa T-Shirts und Luftballons protestiert. Die Veranstalter betonten, dass ihre Kundgebung weder politisch noch religiös motiviert sei und sich auch „gegen Homophobie“ richte.

Anders die Situation in Lyon. Dort machten 22.000 Demonstranten gegen die Homoehe mobil. Auch mehrere kirchliche Vertreter nahmen an der Veranstaltung teil. Auch in Toulouse und Marseille demonstrierten mehrere tausend Menschen gegen die Öffnung der Ehe. Insgesamt versammelten sich am Samstag etwa 100.000 Demonstranten in ganz Frankreich.

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Gewaltsame Ausschreitungen von Gegnern der Homoehe

Am Sonntag gab es in Paris eine Protestkundgebung der krichlichen Organisation „Civitas“ mit mehreren tausend Teilnehmern. Dabei wurden Gegendemonstranten und Journalisten Opfer von tätlichen Angriffen.

Aktivistinnen der Gruppe „Femen“ störten den Protest gegen die Homoehe, indem sie als Nonnen verkleidet auftraten und Spaßparolen riefen. Darauf seien sie von etwa 30 Leuten gejagt worden, berichtet die Jounalistin Caroline Fourest, die auch ein Opfer der Angriffe wurde.““Die Mädchen wurden am ganzen Körper geschlagen und auch Journalisten, die sie gefilmt hatten“, berichtet sie. Die Polizei habe dann eingegriffen und die Frauen und Journalisten in Sicherheit gebracht.

Ehe und Adoption sollen in Frankreich noch 2013 geöffnet werden

Der französische Präsident Françoise Hollande möchte noch im ersten Halbjahr 2013 Ehe und Adoption für homosexuelle Paare öffnen und so eines seiner zentralen Wahlversprechen einlösen. Die Nationalversammlung soll sich ab Jänner mit dem Gesetzentwurf befassen. Konservative Opposition und die katholische Kirche laufen gegen die Pläne Sturm.

Bereits seit 1999 können hetero- und homosexuelle Paare in Frankreich einen rechtlich sehr abgespeckten Zivilpakt (PACS) eingehen. Adoptionen durch solche Paare sind bisher nicht möglich.

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