Wohnzimmer statt Arena: Den „Circus“ gibt’s diesmal im Livestream

Wenn die Fans nicht zur Party kommen, kommt die Party zu den Fans

Circus at Home
Circus

Die Corona-Krise stellt auch Partyveranstalter auf der ganzen Welt vor Probleme: Ihre Einnahmen sind von einem Tag auf den anderen weggebrochen, auf ihren Kosten bleiben sie oft sitzen. Der Circus, Österreichs größtes Gay-Clubbing, geht nun einen außergewöhnlichen Weg und veranstaltet seine Party diesen Samstag nun virtuell.

Die DJs legen von zu Hause auf, dazu gibt’s Gogo-Tänzer und Drag Queens

Eigentlich hätte am 4. April in der Arena das Clubbing mit dem Titel „Fresh from the Farm“ stattfinden sollen. Doch mitten in die Vorbereitungen platzten die Versammlungsbeschränkungen der Bundesregierung, das Event musste – wie so viele andere auch – abgesagt werden. Doch die Veranstalter lassen sich nicht unterkriegen – und verlegen die Party nun als Livestream ins Internet.

Unter dem Titel „Fresh from the Quarantine“ werden die DJs, die für Samstag gebucht waren, aus ihren Wohnzimmern spielen. Phil Romano legt in Mailand auf, David Leroy in Barcelona, und Andi Mik meldet sich aus Wien- und vor den Bildschirmen der Fans wird daraus eine einzige Party.

Dazu gibt es wie gewohnt Gogo-Tänzer sowie die einzigartige Tamara Mascara mit ihren Drag Queens – alles mit dem notwendigen Sicherheitsabstand. Für die Party-Crowd wird es auch zahlreiche Möglichkeiten geben, bei dem virtuellen Event mitzumachen.

Auch in schwierigen Zeiten geben sich die Partyveranstalter nicht geschlagen

„Jeder geht jetzt gerade durch schwierige Zeiten, aber das soll unseren Spirit nicht zerstören“, geben sich die Veranstalter hoffnungsfroh. Zu sehen ist der Livestream am Samstag ab 20.00 Uhr auf der Facebook-Seite des Circus, natürlich kostenlos.

Mit der Quarantäne-Edition beweist die Circus-Crew, dass sie auch in schwierigen Zeiten die Hoffnung nicht verliert. Die Absage von „Fresh from the Farm“ und laufende Kosten für Büro, Team und Werkstatt haben den Machern in den letzten Wochen schlaflose Nächte bereitet.

Mit einer einmaligen Aktion versuchen sie, die Verluste aufzufangen: Fans können über eine Crowdfunding-Plattform Goodies und Sonder-Tickets für die nächsten Veranstaltungen bereits jetzt kaufen und die Veranstalter in dieser harten Zeit unterstützen. Der Erfolg ist bis jetzt allerdings bescheiden: Von den erhofften 16.000 Euro sind bis jetzt gerade einmal fünf Prozent zusammengekommen.