Conchita moderiert den Gegen-ESC von ProSieben

„Niemand steht besser für diesen europäischen, musikalischen Gedanken“

Free ESC
ProSieben/Martin Erleben/Benedikt Müller

Zur Zeit ist Conchita als Juror im „Kleinen Song Contest“ auf ORF 1 zu sehen – doch der nächste große Auftritt wartet schon: Am 16. Mai ab 20.15 Uhr wird der Gewinner von 2014 gemeinsam mit Steven Gätjen auf ProSieben den „Free European Song Contest“ moderieren – eine von Stefan Raab produzierte Gegenveranstaltung zur offiziellen Ersatzveranstaltung.

Im Jahr der Absage will der Sender aus Unterföhring etwas von „Glamour und Gala“ des Originals

Nach Angaben von ProSieben soll der „Free European Song Contest“ ein „großartiges europäisches Musikevent“ mit „Glamour und Gala“ werden. Dabei sollen „prominente Musiker“ nacheinander live „auf der größten internationalen Bühne des Abends“ für ihr Heimatland auftreten – eine gewagte Behauptung, findet doch zeitgleich auch der offizielle Ersatzevent „Eurovision: Europe Shine a Light“ statt, der in Deutschland von der ARD übertragen wird.

„Niemand steht besser für diesen europäischen, musikalischen Gedanken“, streut ProSieben-Chef Daniel Rosemann Conchita in der Pressemitteilung Rosen. Beim Münchner Sender schätzt man den Sänger – ist er doch auch in der Jury von „Queen of Drags“. Dabei hat er so eine gute Figur gemacht, dass er auch gegen kolportierte Widerstände von Heidi Klum in der zweiten Staffel zu sehen sein dürfte.

Ob die Veranstaltung wiederholt wird, will ProSieben nicht verraten

Die ProSieben-Show wird live aus einem Studio in Köln gesendet. Der Sender betont, dass dabei alle aktuellen gesetzlichen Auflagen der Gesundheitsbehörden eingehalten würden. Zum Schluss können die Zuschauer Punkte vergeben und so den „ersten Sieger“ des „Free European Song Contest“ küren. Das würde heißen, dass der Bewerb wiederholt werden könnte – doch dazu schweigt ProSieben derzeit.

Auf jeden Fall sorgt die Absage des Eurovision Song Contest in Rotterdam für eine Vielfalt von Ersatzprogrammen: Der ORF sendet am Samstag das Finale des dreiteiligen „Kleinen Song Contest“, bei dem ehemalige österreichische Teilnehmer die diesjährigen Finalisten bewerten, die Tagessieger treten dann im Publikumsvoting gegeneinander an.

Auch die BBC plant eine eigene Ersatzshow mit ihrem Kommentator Graham Norton. Bekanntgegeben wurden diese Projekte, bevor sich die Europäische Rundfunkunion EBU und die produzierenden Sender aus den Niederlanden auf das Ersatzkonzept geeinigt haben. Bei „Eurovision: Europe Shine a Light“ werden alle diesjährigen Beiträge vorgestellt – aus versicherungstechnischen Gründen aber ohne Voting. Dafür werde es „einige Überraschungen“ geben, wie die Verantwortlichen ankündigten.