Wieder zwei Olympia-Medaillen für das Team LGBTI

Damit ist das Team LGBTI auf Platz 12 im Medaillenspiegel

Olympische Spiele Tokio: Goldmedaille
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Einmal Gold und einmal Brone gab es in den letzten Stunden für das Team LGBTI bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio: Die Ruderin Emma Twigg aus Neuseeland hat Gold gewonnen, die niederländische Judoka Sanne van Dijke Bronze. Damit haben LGBTI-Athlet:innen in Tokio bereits in 12 Bewerben Medaillen gewonnen.

Für Emma Twigg war es die erste Medaille bei den vierten Spielen

Für Twigg ist es die vierte Teilnahme an Olympischen Spielen, allerdings sind es die ersten Spiele, seit sie sich öffentlich geoutet hat. Zuvor hatte sie 2012 in London und 2016 in Rio die Medaillenränge mit einem vierten Platz nur knapp verpasst. Besonders den vierten Platz in Rio nennt die Neuseeländerin „fast meinen schlimmsten Alptraum“, danach hatte sie kurz überlegt, ihre sportliche Karriere zu beenden.

Allerdings wollte sie nach ihrem öffentlichen Coming Out noch einmal ein Zeichen setzen, sagte sie gegenüber der Website Outsports. „Es ist ein großes Beispiel für alle, die draußen damit kämpfen, wer sie sind“, sagte sie über ihre Offenheit, wenn es um ihre Ehe mit einer Frau geht. Mit der Goldmedaille wurde aus ihrem Alptraum nun ein in Erfüllung gegangener Traum.

Silber für die niederländische Judoka Sanne van Dijke

Ebenfalls eine Medaille gab es für die niederländische Judoka Sanne van Dijke. Sie holte in der Klasse bis 70 Kilo Bronze. Zuvor hatte sie dieses Jahr schon Bronze bei der Weltmeisterschaft in Budapest geholt, In den Jahren 2017 und 2021 gewann sie die Europameisterschaften. Van Dijke ist mit der britischen Judoka Natalie Powell zusammen, die in der Klasse bis 78 Kilo neunte wurde.

Den Zählungen von Outsports zufolge hat van Dijke die neunte Medaille queerer Athlert:innen gewonnen. Zählt man die Gewinnerinnen der Teamsportarten einzeln, haben zwölf LGBTI-Sportler:innen in Tokio Edelmetall geholt. Damit wäre das Team LGBTI auf dem 12. Platz im Medaillenspiegel.