Sonntag, 14. April 2024
HomeNewsChronikAmoklauf in Colorado Springs: Mutiger Gast verhinderte größere Katastrophe

Amoklauf in Colorado Springs: Mutiger Gast verhinderte größere Katastrophe

"Er hat Dutzende und Aberdutzende von Leben gerettet"

Meistgelesen

Neu auf GGG.at

Es war kurz vor Mitternacht, als der 22-jährige Anderson Lee Aldrich, in militärischer Schutzkleidung, mit einem Gewehr und sechs Magazinen Munition bewaffnet, den queeren Club Q in Colorado Springs stürmte. Sobald er im Club war, schoss er los. Dabei tötete er mindestens fünf Menschen, mindestens 25 weitere wurden verletzt. Das Motiv des Schützen ist noch nicht bekannt – er schweigt bis jetzt bei den Vernehmungen.

Der Gast hatte den Amokläufer überwältigt

Sieben Minuten nach dem ersten Notruf kann die Polizei den Amokläufer festnehmen – dank des beherzten Eingreifens von einem bis zwei Gästen. Diese hätten den Schützen überwältigt, ihm die Waffe entrissen und ihn damit geschlagen, so die Behörden. Als die Polizei den Club stürmte, sei einer der Gäste noch immer auf dem Schützen gewesen und habe ihn festgehalten, berichtet der Bürgermeister von Colorado Springs, John Suthers. 

„Ein Kunde hat den Schützen erledigt und wurde von einem anderen unterstützt“, erinnert sich Matthew Haynes, einer der Clubbesitzer. Über den ersten Mann sagt Haynes: „Er hat Dutzende und Aberdutzende von Leben gerettet. Hat den Mann mit kühlem Kopf gestoppt. Alle anderen rannten weg, und er rannte auf ihn zu.“

- Werbung -

Alles deutet auf ein Hassverbrechen hin – doch der Tatverdächtige schweigt

Die Gründe für die Tat liegen weiter im Dunkeln. Die Besitzer des Club Q sagen, sie hätten die Aldrich vorher noch nie gesehen. Und er selbst schweigt in den ersten Vernehmungen der Polizei, auch ein Durchforsten seiner Social-Media-Profile hat bis jetzt noch nichts ergeben. Suthers zufolge habe die Attacke zwar “alle Anzeichen eines Hassverbrechens”, doch Beweise dafür gibt es noch keine. 

Dafür dürfte der Tatverdächtige für die Polizei von Colorado Springs kein Unbekannter sein. So sei letztes Jahr jemand mit dem gleichen Namen und dem gleichen Alter nach einer Bombendrohung in einem Wohngebiet nahe Colorado Springs verhaftet worden

Er soll seiner Mutter gedroht haben, sie mit selbstgemachen Bomben und Waffen zu verletzen. Bei einer Durchsuchung wurden keine Bomben gefunden. Letztendlich wurde der Mann wegen mehrerer Verbrechen angeklagt, unter anderem auch wegen gefährlicher Drohung und drei Entführungen. Wen er entführt haben soll, ist nicht bekannt.  

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner