Freitag, 1. März 2024
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Trans Person mit Bierflasche ins Gesicht geschlagen

Wieder hat es in Berlin einen Angriff auf eine trans Person gegeben - diesmal in der U-Bahn. Der Täter griff die Person im Stadtteil Siemensstadt gileich zwei Mal an, konnte aber von der Polizei aus dem Verkehr gezogen werden.

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Wie die Berliner Polizei meldet, begann der Vorfall am Mittwoch gegen 19.20 Uhr in einem Zug der U7 in Fahrtrichtung Rudow. Zunächst hatte ein sichtlich alkoholisierter 30-Jähriger eine 18 Jahre alte trans Person in der U-Bahn beleidigt.

Der Mann folgte der trans Person

Daraufhin wechselte die Person ihren Sitzplatz, andere Fahrgäste boten ihr zum Schutz einen Platz zwischen ihnen an. Doch der 30-Jährige folgte der Person, setzte sich ihr gegenüber hin und schlug ihr unvermittelt mit einer Bierflasche ins Gesicht.

Dabei platzte die linke Augenbraue des Opfers und blutete stark. Als der Zug in die U-Bahn-Station Rohrdamm im Stadtteil Siemensstadt einfuhr, verließ die Person den Zug. Die Zeuginnen stiegen mit ihr aus, alarmierten über eine Notrufsäule die Rettung und versorgten die Wunde.

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Auch auf dem Bahnsteig attackierte er sein Opfer

Der 30-Jährige fuhr zunächst mit der U-Bahn weiter, tauchte aber kurz danach ebenfalls auf dem Bahnsteig auf. Dort attackierte er die trans Person weiter. Zwei Securities, die auf den Tumult aufmerksam wurden, konnten den Mann von der Person trennen und setzten ihn auf eine Bank.

Der herbeigerufene Rettungsdienst versorgte die Gesichtsverletzungen der Person und brachte sie ins Krankenhaus, wo sie ambulant behandelt wurde. Der 30-Jährige wurde von Einsatzkräften der Polizei für erkennungsdienstliche Maßnahmen und eine richterlich angeordnete Blutentnahme in Polizeigewahrsam genommen. Danach wurde er entlassen.

Wie bei allen mutmaßlichen Hassverbrechen hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin die Ermittlungen übernommen. Bereits am Montag war eine nicht-binäre Person im Berliner Stadtteil Neukölln angegriffen worden.

Für Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten gibt es in Berlin eigene Ansprechpartner:innen

Angehörige sexueller Minderheiten, die Opfer von Hasskriminalität geworden sind, können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin  online eine Anzeige aufgeben.

Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LGBTI . Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.

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