Dienstag, 18. Juni 2024
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Regenbogenparade der Rekorde: 340.000 marschierten für LGBTI-Rechte

Unter dem Motto „Pride is a Demonstration“ fand am Samstag die größte Regenbogenparade der bisherigen Geschichte statt - und die kommerziellste. Mehr als 340.000 Menschen und 92 Wagen und Gruppen zogen bei perfektem Wetter einmal andersrum um die Wiener Ringstraße.

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Mehr als 340.000 Menschen haben am Samstag bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen an den 30 Grad an der 28. Regenbogenparade teilgenommen und sind ab 12.00 Uhr einmal entgegen der Fahrtrichtung um die Wiener Ringstraße gezogen. Dabei gab es nach Angaben der Polizei keine größeren Zwischenfälle, eine Gegendemonstration fand heuer gar nicht statt.

Eine Demonstration für gleiche Rechte, die es in Österreich noch immer nicht gibt

Unter dem Motto „Pride is a Demonstration“ machte die HOSI Wien als Veranstalterin der Parade darauf aufmerksam, dass sexuelle Minderheiten in Österreich noch immer nicht die gleichen Rechte haben.

„Es ist wichtig, dass wir genau heute auf die Straße gehen, ob das für den Schutz vor Diskriminierung, ein Ende medizinisch unnötiger Operationen an intergeschlechtlichen Kindern oder das dringend nötige Verbot sogenannter ‚Konversionstherapien‘ ist, denn es ist untragbar, dass sich Österreich bei diesen wichtigen Menschenrechtsthemen keinen Millimeter nach vorne bewegt“, so Ann-Sophie Otte, Obfrau der HOSI Wien.

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Die Parade ist ein wichtiges Zeichen queeren Lebens

Die Parade sei ein „wichtiges Zeichen lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans, intergeschlechtlichen und queeren (LGBTIQ-)Lebens“, so die HOSI Wien. Das ließ sich auch die Politik nicht zweimal sagen: An der Spitze des Zuges gingen am Anfang Politiker von SPÖ, Grünen und Neos mit.

Von der SPÖ gingen unter anderen Parteichef Andreas Babler, Nationalratspräsidentin Doris Bures, EU-Spitzenkandidat Andreas Schieder, LGBTIQ-Sprecher Mario Lindner sowie die Wiener Stadträte Jürgen Czernohorszky und Peter Hacker mit.

Conchita Wurst, Kaleen und Alcazar bei der Schlussveranstaltung

Von den Grünen kamen Vizekanzler Werner Kogler, Gesundheitsminister Johannes Rauch, Klimaschutzministerin Leonore Gewessler sowie Justizministerin Alma Zadic. NEOS war mit seiner Parteivorsitzenden Beate Meinl-Reisinger, dem Wiener Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr, LGBTIQ+Sprecher Yannick Shetty und EU-Spitzenkandidat Helmut Brandstätter vertreten.

Nach der Parade fand auf dem vollbesetztem Rathausplatz die Celebration statt, dabei traten unter anderem Conchita Wurst, die diesjährige Songcontest-Teilnehmerin Kaleen und die schwedische Pop-Gruppe Alcazar auf.

Sowohl bei der Parade als auch beim Pride Village am Rathausplatz gab es heuer – auch wegen dem im Vorjahr vereitelten Anschlagsversucherhöhte Sicherheitsvorkehrungen. Diese waren vor allem durch höhere sichtbare Polizeipräsenz und eine Zutrittskontrolle beim Pride Village merkbar.