CSU München erstmals beim CSD München

Christlichsoziale haben einen eigenen Wagen auf der Politparade Anfang Juli

CSU-Logo mit Blumen
CSU

Zum ersten Mal in der Geschichte des Münchner CSD wird die CSU mit einem eigenen Wagen bei der Politparade vertreten sein. Das berichtet die „Bild“-Zeitung in ihrer Lokalausgabe für die bayerische Landeshauptstadt. Der Umzug findet dieses Jahr am 9. Juli statt.

Demnach kam die Idee für einen eigenen Wagen der Konservativen von Josef Schmid, dem Vizebürgermeister der SPD-regierten Landeshauptstadt. Schmid, der sich auch für eine Öffnung der Ehe einsetzte, wollte bereits 2014 mit einem eigenen Wagen der CSU auf dem CSD München präsent sein.

Beim dritten Versuch klappte es mit dem eigenen CSD-Wagen für die CSU

Doch sowohl vor zwei Jahren als auch im letzten Jahr scheiterte der Plan des Lokalpolitikers, unter anderem an der Finanzierung. Das hat sich dieses Jahr geändert: Angemietet wird der Wagen von der Jungen Union der Maxvorstadt – jenem Stadtviertel, in dem auch die Schwulenszene zu Hause ist. Zusätzlich gibt es Sponsoren, darunter Dietmar Holzapfel, Wirt der Münchner Kult-Sauna „Deutschen Eiche“.

Auf dem Truck der CSU haben rund 40 Gäste Platz. Mitfahren werden unter anderem die Schauspielerinnen Brigitte Walbrun und Christine Reimer, bekannt aus „Dahoam“, der Daily Soap des Bayerischen Rundfunks (BR), sowie der Kabarettist Jürgen Kirner. Für die Musik soll DJ Jörg sorgen.

LGBT-Netzwerk der CSU soll die Bemühungen unterstützt haben

Hinter den Kulissen soll nach Informationen der „Bild“-Zeitung ein Netzwerk von schwulen und lesbischen CSU-Mitgliedern, das sich im November 2015 am Rande des Parteitags gegründet hatte, den Plan von Josef Schmid maßgeblich unterstützt haben. Auch CSU-Bezirkschef Ludwig Spaenle soll den Plänen eines schwarzen Wagens auf dem CSD seinen Sanktus gegeben haben.

Zu Herzen nehmen sollten sich die CSU-Funktionäre während der Parade das Motto des Münchner CSD. Es lautet dieses Jahr „Vielfalt verdient Respekt. Grenzenlos“ und kann durchaus als Kritik an der Flüchtlingspolitik von CSU-Ministerpräsident Horst Seehofer verstanden werden.