Olympia: Erste Goldmedaille für das Team LGBT

Rafaela Silva gewann Gold für Brasilien - und vor drei Jahren ihre große Liebe

Rafaela Silva und Thamara Cezar
Instagram/Rafaela Silva

Nach dem Gewinn ihrer Goldmedaille bei den Olympischen Sommerspielen in Rio hat sich die brasilianische Judoka Rafaela Silva einer breiten Öffentlichkeit gegenüber geoutet. In einem Interview mit dem Fernsehsender „Globo Sport“ sprach sie über ihre Homosexualität.

So ist sie seit drei Jahren mit ihrer Partnerin Thamara Cezar zusammen – worüber Rafaela Silva normalerweise nicht offen redet. Wer ihren Instagram-Account beobachtet, wusste aber von der sexuellen Orientierung der frischgebackenen Olympiasiegerin: Dort gibt es jede Menge Fotos, die deutlich die Liebe der beiden Frauen zueinander zeigen.

"Quando a gente ama é assim Briga, separa, quebra a cara e volta Vê que sem o outro a vida é tão sem graça"

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Ihre Partnerin unterstützt Rafaela Silva

Cezar arbeitet auch als Pressesprecherin und Social Media Managerin für ihre Freundin. Sie haben gemeinsam drei Hunde, die sie ihre „Kinder“ nennen. „Sie war jeden Tag da und wusste, wie es mir ging, wann ich krank war und wann nicht. Alles, was ich gebraucht habe, hat sie getan, sie ist auch sehr wichtig für diesen Sieg“, sagte Rafaela Silva gegenüber „Globo Sport“.

Silva hat am Montag die Goldmedaille im Judo der Frauen in der Klasse bis 57 Kilo gewonnen. Damit wurde sie eine Art Nationalheldin: Denn sie kommt aus den Slums von Rio und hat sich nach oben gekämpft – auch, gegen rassistische Kommentare, als sie im Jahr 2012 ohne Medaille von den Olympischen Spielen aus London zurückkam.