Herbe Kritik an fürstlichen Ansichten

Immer heftiger wird die Kritik an den Aussagen von Fürstin Gloria von Thurn und Taxis zum Thema Homosexualität. Gloria hatte im Fernsehen und einer Sonntagszeitung unter anderem gemeint, dass es Homosexualität gar nicht gäbe und Enthaltsamkeit ein wirksames Mittel gegen Aids sei.

Jetzt meldet sich der offen schwule Regieriende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, zu Wort. Er kritisiert die Aussagen der Fürstin als "nicht nur dumm, sondern auch unverantwortlich". In Afrika könnte die Adelige sehen, was Sex ohne Kondom anrichte, sagte der SPD-Politiker der Illustrierten "Bunte".

Auch der offen schwule Grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck schüttelt bei den Aussagen Glorias den Kopf: Wer "zwischen Verhütung und Abtreibung nicht unterscheidet, ist ein ethischer Analphabet", so Beck. Gloria fehle christliche Barmherzigkeit, sie habe aus einer Talkshow über moralische Probleme eine Freakshow gemacht, meint Beck weiter.

Auch die ehemalige deutsche Justizministerin und jetzige FDP-Abgeordnete Sabine Leutheusser-Schnarrenberger kritisierte die Fürstin und bescheinigte Thurn und Taxis eine "mittelalterliche Gedankenwelt".