SPÖ: „ÖVP vertrauen war ein Fehler“

Bittere Worte haben die Schwulen und Lesben in der SPÖ für den Bundes-Koaltionspartner ÖVP übrig. In der GGG.at Rubrik "Fünf Fragen" nennen die Sozialdemokratischen Homosexuellen als ihren größen Fehler gegenüber der Community "Das Eheste, was wir uns vorzuwerfen haben, ist, dass wir auf unseren Koalitionspartner ÖVP vertraut haben", um die Frage deutlich abzuschließen: "Aus Fehlern lernt man…"
Die ÖVP-Antwort auf die Fünf Fragen, dass die SPÖ eigentlich am Scheitern eines Lebenspartnerschaftsgesetzes verantwortlich ist, lassen die Sozialdemokraten nicht auf sich sitzen: "Wilhelm Molterer hat vor dem Sommerministerrat, in dem das Lebenspartnerschaftsgesetz auf dem Plan gestanden wäre, die Koalition beendet um den ‚Fehler‘ der WählerInnen, die SPÖ 2006 zum Wahlsieger zu machen, zu korrigieren", ärgert sich die SPÖ.
Die Fehler der Vergangenheit möchte die SPÖ auf jeden Fall korrigieren: "Sollte die SPÖ nach der Wahl der Regierung angehören, wird eine eingetragene Partnerschaft vor dem Standesamt in der nächsten Legislaturperiode umgesetzt.", geben sich die Lesben und Schwulen in der Partei kämpferisch. Dem entsprechend gibt es auch einige offen schwule, lesbische und Transgender-Kandidaten auf den Listen. Allen voran SoHo-Bundesvorsitzender Peter Traschkowitsch findet sich auf der Bundesliste auf Platz 51, sowie auf Platz 35 der Wiener Landesliste. Gemessen an den Ergebnissen der letzten Wahlen sind diese Platzierungen aber eher als Symbol zu werten.

Links zum Thema

  • GGG.at Schwerpunkt Nationalratswahl: „Fünf Fragen“ – SPÖ
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