Schwule trotzen Wirtschaftskrise

Bei schwulen Männern in Österreich ist die Wirtschaftskrise noch nicht angekommen. Das sagt Günther Moser, Geschäftsführer von Pink Marketing, bei einer Pressekonferenz anlässlich der Präsentation der „Gay Trends Austria 2009“-Studie.

„Klares Ergebnis der Studie ist, dass Schwule mehr Geld zur Verfügung haben und dieses auch bereitwilliger ausgeben als Heterosexuelle. Hier bestätigt sich einmal mehr das klassische Double-Income-No-Kids-Muster“, bilanzierte Thomas Schwabl, Geschäftführer von marketagent.com, die diese Studie durchgeführt haben.

Über weite Teile bestätigt die Studie Klischees: 37,7 Prozent der befragten schwulen Männer gaben an, dass ihnen gutes Aussehen „sehr wichtig“ – bei den Heterosexuellen waren es nur 18,7 Prozent. Fast die Hälfte der Homosexuellen kleidet sich gerne in den neuesten Modetrends, während nur 31,8 Prozent der Heterosexuellen modisch die Nase vorne haben. 42,5 Prozent der Schwulen geben pro Jahr dabei 2.000 Euro oder mehr für Mode aus. Im Gegensatz dazu investieren nur 23,5 Prozent der Heterosexuellen soviel in Bekleidung.

Außerdem sind schwule Männer markenbewusster – besonders bei Kosmetikprodukten, Luxusgütern, Bekleidung und Wohnungseinrichtung.

Unterschiede gibt es auch bei der Definition von Luxus: Während für Heteros klassisches Konsumverhalten Luxus ist, sehen Schwule vor allem in Zeit, Lebensfreude und der Erfüllung persönlicher Wünsche wahren Luxus.

Schwule gehen auch öfter aus: Mehr als die Hälfte der Befragten ist mindestens drei Mal pro Woche am Abend bei Freunden, in Lokalen, Restaurants oder im Fitnesscenter. Beim Ausgehen sind für schwule Männer besonders Gemütlichkeit, gesellige Runden und die gute Unterhaltung mit Freunden wichtig.

Für die Studie wurden 585 homosexuelle und 570 heterosexuelle Männer zu ihrem Konsum-, Lifestyle- und Freizeitverhalten befragt.