Diskriminierung Homosexueller noch immer Alltag in der EU

Obwohl die Zustimmung zu Homo-Ehe und der Adoption von Kindern durch Schwule und Lesben steigt – der Leiter der in Wien angesiedelten EU-Grundrechteagentur, Morten Kjaerum, machte bei der Präsentation eines Berichts der Grundrechteagentur über die soziale Lage von Lesben und Schwulen in der EU klar, dass es immer noch „alarmierende Phänomene“ bei der Diskriminierung, Belästigung und Gewalt gegenüber Lesben und Schwulen in der EU gibt.

Diese Ausgrenzung erfasst alle Lebensbereiche, von Belästigungen an Schulen über Beleidigungen bis zur Diskriminierung im Berufsleben oder Gesundheitswesen. Besonders schockierend: Immer mehr Schwule und Lesben werden Opfer homophober Gewalt. „In einer EU, die sich ihrer Grundsätze der Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung rühmt, sind dies alarmierende Signale“, warnt Kjaerum. Der gesetzliche Schutz vor Diskriminierung sei nach wie vor lückenhaft. Zwar sei Diskriminierung wegen der sexuellen Ausrichtung in der gesamten EU bereits im Beschäftigungsbereich verboten, doch beim Wohnen, bei Bildung oder im Gesundheitswesen werden Lesben und Schwule noch immer diskriminiert.