Mittwoch, 17. April 2024
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9 von 10 Fans hätten kein Problem mit einem schwulen Kicker

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Die Einstellung von Fußballfans zu Homosexualität ändert sich – zum Guten. Das zeigt eine neue Studie der Universität von Staffordshire.

Für die groß angelegte Studie wurden 3.000 Fußballfans, Spieler, Schiedsrichter und Manager gefragt, was sie von schwulen Spielern halten. Die Ergebnisse lassen aufhorchen: Für 90 Prozent der Befragten zählen die Leistungen des Spielers, nicht seine sexuelle Orientierung. Ganze 93 Prozent glauben, dass es im Fußball keinen Platz für Homophobie gibt. Und immerhin noch 60 Prozent der Befragten ermutigen schwule Spieler, sich zu outen.

Ellis Cashmore, Professor an der Universität Staffordshire, war von den Ergebnissen selbst überrascht: „Wir haben herausgefunden, dass es die meisten Fans aufregt, für homophob gehalten zu werden. Ihnen geht es nur darum, ob ein Spieler, der sie interessiert, spielen kann, oder nicht. Oder, wie es ein Fan gesagt hat: ‚Ich habe lieber einen schwulen Spieler, der Fußball spielen kann, als einen heterosexuellen Spieler, der es nicht kann.'“, erzählt Cashmor der britischen Tageszeitung „The Guardian“.

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Trotzdem wundert ihn die „kuriose Logik der Fußballfans“, die „auf der einen Seite auf Verdächtigungen reagieren, homophob zu sein und schwule Spieler ermutigen, sich zu outen, aber gleichzeitig kein Problem damit zu haben, jede Woche die wildesten schwulenfeindlichen Sprüche zu tolerieren.“ Die Fans erklärten Cashmore: „Das ist nicht schwulenfeindlich, das ist nur harsche Kritik. Wir haben nichts gegen Schwule.“

Der Bedarf an einem Spieler-Outing wäre auf jeden Fall gegeben. Von den Profi-Spielern, die an der Umfrage teilnahmen, erklärten 27 Prozent, mindestens einen schwulen Spieler zu kennen.

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