Abgeordnete in Kenia wollen Lesben und Schwule steinigen

Auch in Kenia gibt es Politiker, die Lesben und Schwule umbringen wollen: Abgeordnete der Republican Liberty Party haben ein Gesetz eingebracht, das große Ähnlichkeiten mit dem ersten „Anti-Homo-Gesetz“ in Uganda aufweist. Unter bestimmten Voraussetzungen sollen Lesben und Schwule zu Tode gesteinigt werden, so das Gesetz.

Das ist besonders bitter, weil viele Homosexuelle ihre Heimat Uganda verlassen haben, um in Kenia Fuß zu fassen und dort sicher zu leben. Nun landet dort ein ähnliches Gesetz im Rechtsausschuss. Die Republican Liberty Party begründet das Gesetz damit, dass „äußere Bedrohungen die Einheit der heterosexuellen Familie in Kenia“ bedrohen würden.

Der Gesetzesentwurf sieht für „schwere Homosexualität“ lebenslange Haft oder sogar Steinigung vor. Darunter fällt gleichgeschlechtlicher Sex mit Minderjährigen, Schutzbefohlenen oder Behinderten. Weiters droht diese Strafe HIV-Positiven oder „Wiederholungstätern“, also Lesben und Schwulen, die öfter beim Sex erwischt werden.

„Man muss Kinder und Jugendliche, die angreifbar für sexuellen Missbrauch und Ausschweifungen sind, schützen. Sie sind kulturellen Veränderungen ausgesetzt, ungefilterter Informationstechnologie, einer Entwicklung ohne Eltern und den immer häufiger werdenden Versuchen von Homosexuellen, Kinder durch Adoption, Pflege oder sonstwie in homosexuellen Beziehungen aufzuziehen“, erklärt der Initiator der Gesetzes, Edward Onwong’a Nyakeriga

Das Gesetz würde „die ehrenhafte Kultur des kenianischen Volks sowie rechtliche, religiöse und familiäre Werte gegen die Versuche von Aktivisten, ihre Werte der sexuellen Promiskuität dem Volk von Kenia aufzuzwingen“ schützen, ist der Politiker überzeugt.

Ob das Gesetz eine Chance hat, beschlossen zu werden, ist unklar. Bereits jetzt werden homosexuelle Kontakte in Kenia mit fünf bis 15 Jahren Haft bestraft.