Mittwoch, 19. Juni 2024
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Nigeria: Imam nennt schwulen Sex ‚unmenschlich‘

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Schwuler Sex ist unmenschlich. Zu diesem Schluss kommt der einer der wichtigsten Imame Nigerias. Dass andere Staaten die Ehe für Lesben und Schwule öffnen, verurteilt der Geistliche aufs Schärfste.

In einem Interview mit der nigerianischen Nachrichtenagentur NAN erklärt Scheich Muhammad Khalid, Leitender Imam der „Apo Legislators’ Quarters Jumat“-Moschee, dass jene, die eine Öffnung der Ehe unterstützen und jene Länder, die diese bereits umgesetzt haben, „gegen die Menschlichkeit“ handeln würden.

„Ich werde die gleichgeschlechtliche Ehe nie unterstützen, wegen meiner Religion, und ich bin mir sicher, dass sie keine Religion der Welt unterstützt“, so der Geistliche. Die Ehe für alle sei „gegen unsere Kultur als Nigerianer, und gegen das normale menschliche Leben im Angesicht des allmächtigen Gottes“.

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Denn Homosexualität sei in Nigeria fremd gewesen, bevor der Westen diese ins Land gebracht hatte und nun versuche, solche Praktiken in Ländern wie Nigeria zu forcieren, erklärt der Imam. Dafür könnten durch gleichgeschlechtlichen Geschlechtsverkehr Krankheiten verbreitet werden, die bis jetzt noch unbekannt seien, warnt der Geistliche.

Khalid unterstützt den nigerianischen Präsidenten Goodluck Jonathan, der ein Gesetz gegen die Ehe-Öffnung in Kraft gesetzt hat. Das Gesetz aus dem Jänner 2014 sieht bis zu 14 Jahre Gefängnis für alle vor, die eine gleichgeschlechtliche Ehe oder Eingetragene Partnerschaft eingehen oder an einer solchen Zeremonie teilnehmen. Außerdem werden alle homosexuellen Gruppen, Versammlungen und Lokale mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft.