Start Familie Ehe und Partnerschaft „Crocodile Dundee“ Paul Hogan für Ehe-Öffnung in Australien

„Crocodile Dundee“ Paul Hogan für Ehe-Öffnung in Australien

Er kann nicht verstehen, warum Lesben und Schwule in seiner Heimat noch nicht heiraten können

Paul Hogan als Crocodile Dundee
Paramount Pictures

Einen prominenten Unterstützer hat die Öffnung der Ehe in Australien: Paul Hogan, der in den 1980er-Jahren als „Crocodile Dundee“ weltbekannt wurde, kann nicht verstehen, warum schwule und lesbische Paare in seiner Heimat noch nicht heiraten können.

„Australier sind offener und toleranter – aber es gibt noch keine gleichgeschlechtliche Ehen“

„Es gibt die Meinung, dass Australier offener und toleranter sind, aber es gibt hier noch keine gleichgeschlechtliche Eheschließung, oder?“, fragte Hogan, der seit Jahren im kalifornischen Santa Barbara lebt, auf einer Benefizveranstaltung für Krebspatienten in Sydney. „Ich hab keine Angst vor Homosexuellen, ich mag sie. Ich will zwar keinen heiraten, aber ich denke, ich sollte nicht darüber entscheiden, ob sie einander heiraten dürfen oder nicht. Das sollten sie selbst entscheiden. Die Australier müssen lernen, sich um ihren eigenen Kram zu kümmern“, erklärte er weiter.

Damit hat der Schauspieler die gleiche Meinung zu dem Thema wie die meisten Australier. Umfragen zufolge spricht sich eine große Mehrheit der Australier dafür aus, dass die Ehe für schwule und lesbische Paare geöffnet wird – und zwar durch eine Abstimmung des Parlaments. So befürworten 62 Prozent der Bevölkerung die Ehe für alle.

Regierung möchte eine Volksabstimmung zur Ehe-Öffnung – doch LGBT-Aktivisten sind misstrauisch

Dass die australische Regierung unter dem konservativen Ministerpräsidenten Malcom Turnbull eine Volksabstimmung über die Öffnung der Ehe durchführen möchte, hält Hogan für keine gute Idee: „Wenn Schwule und Lesben heiraten wollten, sollten nicht wir das entscheiden. Lasst sie doch einfach heiraten, Herrgott nochmal!“, macht der 77-Jährige seinen Unmut deutlich.

Nach australischem Recht ist das Ergebnis des Referendums ohnehin nicht verpflichtend. LGBT-Aktivisten fürchten allerdings, dass der mehrere Monate dauernde Wahlkampf zu diesem Thema die Feindseligkeit gegenüber sexuellen Minderheiten verstärken könnte und zu mehr gewalttätigen Übergriffen führen könnte.