Samstag, 15. Juni 2024
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Jugendlicher prügelt lesbisches Paar in Berlin krankenhausreif

Weil sie Hand in Hand unterwegs waren, sind in Berlin zwei Frauen zunächst von Jugendlichen angepöbelt und dann ins Gesicht geschlagen worden.

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Einen lesbenfeindlichen Angriff hat es am Montag gegen 21.00 Uhr in Berlin-Neukölln gegeben. Wie die Berliner Polizei meldet, waren zwei Frauen, 27 und 39 Jahre alt, Hand in Hand in der Ederstraße nahe der Sonnenallee unterwegs, als ihnen eine Gruppe von fünf bis sechs Jugendlichen entgegenkommen sei und sie angepöbelt habe.

Einer der Jugendlichen schlug den Frauen mit der Faust ins Gesicht

Es kam zu einem Streit zwischen den Frauen und den Jugendlichen. Ohne Vorwarnung ist der Streit dann eskaliert: Einer der Jugendlichen schlug der 39-Jährigen mit der Faust ins Gesicht, so die Polizei. Die Frau sei daraufhin zu Boden gegangen. Sie erlitt Brüche im Gesicht.

Auch ihre 27 Jahre alte Freundin, die dem Tatverdächtigen gefolgt ist, um ihn zur Rede zu stellen, soll mehrere Male mit der Faust ins Gesicht geschlagen worden sein. Auch sie ging durch die Schläge zu Boden und erlitt Verletzungen am Kopf und am Oberkörper.

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Der Tatverdächtige konnte unerkannt entkommen

Der Tatverdächtige konnte anschließend mit seinen Freunden unerkannt entkommen. Die Frauen wurden von alarmierten Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht, wo sie zur Behandlung stationär aufgenommen werden mussten.

Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung hat – wie bei allen mutmaßlichen Hassverbrechen – der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin übernommen. Weitere Informationen zu den Beteiligten gibt es zur Zeit nicht.

Für Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten gibt es in Berlin eigene Ansprechpartner:innen

Angehörige sexueller Minderheiten, die Opfer von Hasskriminalität geworden sind, können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin  online eine Anzeige aufgeben.

Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LGBTI . Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.