Giorgio Armani mag männliche Schwule, nicht zu muskulös

Modezar und Pate des guten Stils lästert über 'schwule Mode'

Giorgio Armani
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Schwule sollten sich doch bitte weniger homosexuell kleiden. Diese Bitte kommt nicht von einem konservativen US-Politiker – sondern vom offen schwulen Modepapst Giorgio Armani. „Ein homosexueller Mann ist zu 100 Prozent ein Mann. Er muss sich nicht homosexuell kleiden“, lästert der 80-Jährige am Wochenende der „Sunday Times“ in einem Interview.

„Wenn Homosexualität extrem dargestellt wird – also wenn man sagen will: ‚Schau‘, ich bin homosexuell’ – dann hat das nicht mit mir zu tun. Ein Mann muss ein Mann sein“, so der Modezar weiter. Und der sollte eher definiert als trainiert sein, wenn es um den persönlichen Geschmack von Giorgio Armani geht.

„Ich mag keine muskelbepackten Burschen. Nicht jemand, der zu oft ins GM geht. Ich mag jemanden, der gesund und gediegen ist, auf seinen Körper schaut und seine Muskeln nicht zu oft benutzt“, so der Modeschöpfer. Dazu zählt offenbar auch der Ex-Fußballer David Beckham, der jahrelang von Armani eingekleidet wurde.

Auf Twitter erntete Armani für diese Aussagen Protest. „Was für ein Quatsch“, schrieb ein User. „Idiotisch“, nannte ein anderer die Meinung des Modeschöpfers.

Giorgio Armani hat seine Modefirma im Jahr 1975 gegründet. Mittlerweile hat er sie zu einem internationalen Lifestyle-Konzern ausgebaut, der pro Jahr zwei Milliarden Euro umsetzt. Neben den diversen Bekleidungslinien gibt es auch Möbel, Blumen, Restaurants und Hotels der Marke Armani.