Mutmaßlicher Mörder von LGBT-Aktivisten in Bangladesch gefasst

Verhafteter ist Mitglied einer islamischen Terrormiliz

Xulhaz Mannan
privat

In Bangladesch hat die Polizei am Sonntag den mutmaßlichen Mörder von Xulhaz Mannan und seinem Freund Tonoy Mahbub festgenommen. Die beiden Männer wurden wegen ihrer Homosexualität im April grausam ermordet. Der 35-jährige Mannan war der Herausgeber des ersten LGBT-Magazins in Bangladesch.

Islamist wird im Südwesten von Bangladesch gefasst

Polizeiangaben wird der 37-jährige Shariful Islan Shihab der Tat verdächtigt. Er war Mitglied der verbotenen Islamistengruppe Harkatul Jihad. Im Jahr 2015 soll er sich einer anderen militanten Gruppe, Ansarullah Bangla Team, angeschlossen haben.

Wie Munirul Islam, ein leitender Offizier der Polizeieinheit gegen Terrorismus, bei einer Pressekonferenz mitteilte, wurde Skihab im Südwesten des Landes gefasst. Der Polizeichef teilte den Journalisten mit, dass Shihab „am Erstechen von Mannan und dessen Freund teilgenommen hat, wie es vom Oberbefehlshaber der Gruppe angeschafft wurde“. Eine unabhängige Bestätigung dafür gibt es noch nicht. Zur Zeit wertet die Polizei die Aufnahmen aus der Videoüberwachung des Hauses aus, in dem der Mord geschah.

Ermordet, weil sie LGBT-Pioniere waren

Mannan und sein Freund wurden von einer Gruppe Männern, die sich als Kuriere ausgaben, in ihrer Wohnung erstochen. Dem Bekennerschreiben einer al-Kaida nahestehenden Miliz mussten die beiden Männer sterben, weil sie „Pioniere im Praktizieren und Bewerben von Homosexualität in Bangladesch“ waren, „mit Hilfe ihrer Meister, den US-Kreuzfahrern und ihren indischen Verbündeten“.