Kylie Minogue: „Heirate erst, wenn ihr es auch dürft“

Der australische Popstar und ihr Verlobter unterstützen die Öffnung der Ehe in Australien tatkräftig

Kylie Minogue
Kylie Minogue/Instagram

Wahre Liebe kann warten: Auch die zwischen der australischen Sängerin Kylie Minogue und ihrem Verlobten, dem britischen Schauspieler Joshua Sasse. Denn das Paar plant eine Hochzeit in Australien – sobald dort die Ehe für schwule und lesbische Paare geöffnet wird.

Auch ihr Verlobter kann nicht das Ehe-Verbot nicht verstehen

„Als ich herausgefunden habe, dass die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in Australien verboten ist, hat mich das verwundert“, sagte Sasse in einem Interview mit dem Sender „Network Seven“. „Ich kann einfach nicht verstehen, warum ich das Recht habe, einen Menschen zu heiraten, den ich liebe und jemand anderes nicht, nur aufgrund seiner sexuellen Orientierung“, so der 28-Jährige.

Auf Twitter wurde er sogar noch deutlicher: „Australien ist so spät, die Gesetze zur Öffnung der Ehe zu ändern, wie Mauretanien spät mit Sklaverei dran war – das ist kein beneidenswerter Vergleich.“ Mauretanien hat die Sklaverei als letztes Land der Welt im Jahr 1981 offiziell verboten.

Dolly Parton unterstützt Kylie und ihren Verlobten

Er hat daraufhin eine Kampagne mit dem Namen „Say ‚I Do‘ Down Under“ ins Leben gerufen, die Lesben und Schwule im Kampf um eine Öffnung der Ehe unterstützen soll. Zum Start der Kampagne am Wochenende wurde er auch von der US-amerikanischen Country-Sängerin Dolly Parton unterstützt.

Jede Menge Unterstützung bekommt Sasse auch von seiner Verlobten. Kylie Minogue, die seit Jahren die Rechte gleichgeschlechtlich Liebender unterstützt, reimte heute auf Twitter: „We can say ‚I Do‘ when you can too!“ Auf Instagram zeigt sie sich im T-Shirt der Aktion „Say ‚I Do‘ Down Under“.

Regierung möchte eine Volksabstimmung

Um die Wichtigkeit dieses Herzensanliegens zu unterstreichen, erklärte Sasse: „Es besteht die Chance auf eine Hochzeit in Melbourne, aber wir werden nicht heiraten, bis dieses Gesetz verabschiedet wurde.“ Sasse und Minogue sind seit Februar verlobt.

Die Regierung unter dem konservativen Premierminister Malcom Turnbull hat angekündigt, im Februar 2017 eine Volksabstimmung über die Öffnung der Ehe abhalten zu wollen. Das hat unter australischen LGBT-Aktivisten zu Unmut geführt, weil eine Mehrheit über die Rechte einer Minderheit entscheiden soll. Außerdem ist das Ergebnis des Referendums für die Regierung nicht bindend. Einer aktuellen Umfrage zufolge sind 57 Prozent der Australier für die Öffnung der Ehe.