Iran: 21-jähriger hingerichtet

Nach einem Schnellverfahren ist der 21-jährige Makwan Moloudzadeh im Irak hingerichtet worden. Sein Vergehen: Er soll angeblich im Alter von 13 Jahren mit einem Gleichaltrigen Geschlechtsverkehr gehabt haben. Moloudzadeh ist um 5 Uhr morgens im Gefängnis von Kermanshah gehängt worden. Sein Anwalt und seine Familie wurden erst nach der Exekution informiert.

Internationale Menschenrechtsorganisationen hatten sich für den Beschuldigten eingesetzt. Mitte November hat der oberste Richter das Urteil noch außer Kraft gesetzt und ein neues Verfahren einleiten lassen, weil bei dem Prozess islamische Gesetze nicht eingehalten worden seien. Trotzdem gab es offensichtlich ein Schnellverfahren, bei dem der Kurde zum Tode verurteilt wurde.