Homo-Ehe: Grüne noch kritisch

Kritisch äußert sich Ulrike Lunacek, Sprecherin der Grünen für Gleichstellung von Lesben, Schwulen und TransGenders, zum jüngsten Vorstoß der Bundesregierung zur Einführung der Eingetragenen Partnerschaft für Schwule und Lesben.

„Eine Standesamtsschwalbe macht noch keinen Sommer für österreichische Lesben und Schwule“, so Lunacek auf den Schwenk der ÖVP in Richtung Eintragung am Standesamt.

Eine Zeremonie alleine ist aber für die Grünen „bei weitem nicht ausreichend“. Es fehlen immer noch fremdenrechtliche sowie sozial- und pensionsrechtliche Gleichstellungen, wie sie auch im Schweizer Modell enthalten sind. Dieses Modell hat die Perspektivengruppe der ÖVP vorgeschlagen. Vizekanzler Molterer selbst hat nach deren Präsentation erklärt, dass die Empfehlungen umgesetzt würden. „Man darf also gespannt sein, wie die ÖVP mit diesen Fragen umgehen wird“, so Lunacek, die auf ein weiteres offenes Problem verweist, nämlich die nicht vorhandene Möglichkeit für homosexuelle Paare, Kinder adoptieren zu dürfen. „Da hat sich die ÖVP bislang besonders quergestellt. Hoffentlich gibt es auch in dieser Frage bald ein Umdenken“.