St. Petersburg: Gewalt gegen Homo-Aktivisten

Auch der friedliche Protest von lesbischwulen Aktivisten im Tschernyschewski-Park in St. Petersburg wurde massiv gestört: Sie wurden von Unbekannten angegriffen und verletzt. Wie die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtet, hätten die Angreifer in Rapper-Kleidung um 14 Uhr ihre Opfer grundlos mit Fäusten attackiert. Am Boden liegende Aktivisten seien mit Füßen getreten worden. Als sich Polizisten näherten, seien die Männer unerkannt entkommen.

Zuvor hat die Stadtverwaltung eine Demonstration anlässlich des „Tag des Schweigens“ von der Stadtmitte in den Tschernyschewski-Park verlegt und am Tag davor auch dort unter einem Vorwand verboten. Die Aktivisten wollten daraufhin dezentral kleinere Kundgebungen abzuhalten, für die keine Genehmigungen erforderlich sind. Im Tschernyschewski-Park haben sich 15 Aktivisten auf Bänken versammelt. Sie hatten ihren Mund symbolisch mit einem Band zugeklebt.