Schwulen-Hass: Jugendliche schlagen Familienvater zusammen

In Berlin wurde ein Familienvater von Jugendlichen zusammengeschlagen, weil sie ihn für schwul gehalten haben.

Der 41 Jahre alte Mann radelte am 12. Juli gegen halb vier morgens mit zwei Begleitern durch den Volkspark Friedrichshain. Als er kurz stehenblieb, um auf seine Mitfahrer zu warten, umringten ihn sechs bis acht Jugendliche. Sie zerrten ihn vom Fahrrad und schlugen brutal auf ihn ein. Im Krankenhaus wurden dem Mann ein doppelter Kieferbruch und schwere Prellungen diagnostiziert.

Ein Zeuge berichtet dem Berliner Überfalltelefon Maneo, er habe vorher mehrere Jugendliche beobachtet, die auf einer Bank gesessen haben. Dann zogen sie „mit lautem Kriegsgeheul“ in die Büsche. Dem Zeugen zufolge riefen sie unter anderem homophobe Parolen wie „schwule Säue“. Wenige Minuten später hörte er dumpfe Schläge Als der Zeuge mit seinen zwei Begleitern nach dem Rechten sah, schlugen die jungen Männer auf ihr Opfer ein. Mit lautem Gebrüll konnten sie die Angreifer vertreiben. Das Opfer gegenüber Maneo: „Die Täter hätten mich totgeschlagen, wenn die Zeugen nicht eingegriffen hätten.“

Die Zeugen kritisierten, dass die Polizei zu lange gebraucht hätte, um zum Tatort zu kommen. Als ein Beamter schließlich zurückrief, um nach dem Weg zu fragen, hätten sie „aufgegeben“. Das Opfer wurde inzwischen von seinen beiden Mitfahrern nach Hause gebracht und ging von dort aus ins Krankenhaus.

Es ist davon auszugehen, dass die Jugendlichen auch schon zuvor im Friedrichshain gegen schwule Cruiser vorgegangen sind.