[Video] Kanye West will keine schwulenfeindlichen Fans

Ungewöhnliche Töne kamen von Rapper und Hitparadenstürmer Kanye West während eines Konzertes im Madison Square Garden in New York: Der neunfache Grammy-Gewinner hat Homophobie und schwulenfeindliche Beschimpfungen angeprangert.

Am Ende seines Konzerts der „Glow in the Dark“-Tour sagte West: „Öffnet euren verdammten Verstand, seid unvoreingenommen! Akzeptiert unterschiedliche Menschen und lasst diese Menschen sein, wer sie sind!“ Dann sprach er über seine Erfahrungen mit Gerüchten, selbst schwul zu sein: „Wisst ihr, wie viele Leute mich schwul genannt haben, weil ich meine Jeans anders trage? Oder weil ich gesagt habe: ‚Hey Mann, wie kannst du einem Schwulen ins Gesicht sagen, dass er eine Tunte ist ist glauben, das ist OK?‘ Das ist respektlos.“

Dann erzählt West, wie sich seine Einstellung geändert hat: „Ich komme aus Chicago, wo man um Schwule einen großen Bogen gemacht hat. Ich habe Zeit gebraucht, um mit diesem Schubladendenken Schluss zu machen. (…) Schwule sind sehr talentiert (…) und sie werden diskriminiert“, so Kanye West weiter. „Ich bin kreuz und quer um die Welt geflogen, und ich bin zurückgekommen um euch zu sagen – seid unvoreingenommen und lebt ein glücklicheres Leben!. Danke dass ihr mir zugehört habt. Ich hatte ein paar Sachen auf meinem Herzen, die ich loswerden musste. Ich will, dass ihr den Rest erledigt. New York, gute Nacht.“

Es ist nicht das erste Mal, dass sich West gegen Homophobie im HipHop ausgesprochen hat: So hat er schon bei einem MTV Special im August 2005 gesagt, dass einer seiner Cousins schwul ist. Für ihn war das ein Wendepunkt: „Er ist mein Cousin. Ich liebe ihn und ich habe Schwule diskriminiert“. Dass das nicht zusammenpasst, bewirkte damals über die Änderung seiner Einstellung.