Mindestens „ein dutzend schwuler Fußballprofis“ in England

In England hat der ehemalige Fußballprofi Paul Elliott zugegeben, während seiner Karriere einem Dutzend schwuler Spieler begegnet zu sein.

Elliot hat zwölf Jahre als Profi bei Celtic, Chelsea und Aston Villa gespielt. Jetzt ist er Berater bei der Kommission für Gleichheit und Menschenrechte. Im Rahmen einer Diskussion des Englischen Fußballverbandes über Homophobie sagte er, diese Spieler outen sich nicht, weil sie Angst vor der Reaktion ihrer Fans haben.

Der britische Homo-Aktivist Peter Tatchell sagte bei der Veranstaltung: „Ich würde mich freuen, wenn ein dutzend heterosexueller Premier-League-Spieler Homophobie in einem Video im MTV-Style verurteilen. Heteros haben die größte Wirkung auf schwulenfeindliche Fans“, so Tatchell. Dieses Video könnte vor Spielen gezeigt und an Schulen verteilt werden.

Aufklärung in diesem Bereich ist wichtig: In einer Umfrage aus dem Jahr 2006 glauben 56% der Fußballer, dass ihre Sportart homophob ist. Die Organisation „Kick It Out“ hat deshalb auch einen Schwerpunkt gestartet, um in mehr als 1000 Veranstaltungen Vorurteile abzubauen und für Vielfalt zu werben.

Bis jetzt hat sich nur ein englischer Spieler geoutet: Justin Fashanu hat 1990 zugegeben, schwul zu sein. Acht Jahre später begang er Selbstmord.