Wiener Linien: Aids-Kranke dürfen jetzt mitfahren

Eine diskriminierende Bestimmung in den Beförderungsbestimmungen haben die Wiener Linien geändert: So durften Aids-Kranke nicht mit Bus, Bim und U-Bahn fahren.

Bis vor Kurzem hieß es in den Beförderungsbedingungen, dass Personen, die an einer ansteckenden anzeigepflichtigen Krankheit leiden, die Fahrzeuge der Wiener Linien nicht benutzen dürfen. Diese Bestimmung wurde ursprünglich eingeführt, um die Ausbreitung der stark ansteckenden Lungenkrankheit Tuberkolose zu verhindern. Gegolten hat sie allerdings auch für Aids-Kranke. Seitens der Wiener Linien hieß es, die Bestimmung wird nicht kontrolliert.

Mit den neuen Beförderungsbestimmungen für den Verkehrsverbund Ost-Region (VOR), dem auch die Wiener Linien angehören, ist das vorbei: So sind von einer Beförderung nur mehr Menschen ausgeschlossen, „die an einer Krankheit leiden, durch die sie gemäß bundesrechtlichen Bestimmungen von der Beförderung ausgeschlossen sind“, heißt es seit 1. November. Die alten Beförderungsbestimmungen hängen allerdings noch in jeder U-Bahn-Station aus.