Homo-Ehe auch bald in Vermont?

Die Homo-Ehe ist in den Vereingten Staaten weiter auf dem Vormarsch. Befürworter könnten ihr Ziel, bis 2012 die Ehe in allen sechs Neuengland-Staaten an der Ostküste des Landes zu öffnen, erreichen.

Massachusetts und Connecticut geben Lesben und Schwulen bereits die Möglichkeit zu heiraten, in Maine, New Hampshire und Rhode Island ist ein entsprechender Antrag schon in den Ausschüssen. Jetzt hat auch in Vermont der Demokrat Mark Larson einen entsprechenden Gesetzesentwurf ins Parlament eingebracht. „Ich persönlich denke, dass alle Menschen gleich behandelt werden sollten“, erklärte er. Die Chancen dafür stehen gut: Auch die Chefin der Republikaner im Parlament des Bundesstaates, Patti Komline, will für die Öffnung der Ehe stimmen. Allerdings könnte ihr Parteikollege, Gouverneur Jim Douglas, ein entsprechendes Gesetz durch ein Veto verhindern. Er gilt als Gegner der Homo-Ehe.

Die Vermonter sind für ihre fortschrittlichen und teils eigenwilligen Entscheidungen bekannt: So hat schon 1999 der oberste Gerichtshof Vermonts verfügt, dass alle homosexuelle Paare das Recht haben, heiraten oder zumindest einen gleichwertigen rechtlichen Status eingehen zu können. Im Jahr darauf wurde ein Gesetz eingeführt, dass Eingetragene Partnerschaften in Vermont ermöglicht – damit war der kleine Bundesstaat der erste in den USA, in dem dies möglich war.

Menschenrechtsexperten warnten aber schon damals, die Trennung zwischen Eingetragener Partnerschaft für Lesben und Schwule und Ehe für Heterosexuelle entspräche der Rassentrennung, die es bis in die 1960er Jahre in den USA gab.

In New Hampshire wurde ein Antrag zur Ehe-Öffnung für Lesben und Schwule im Rechtsausschuss des Parlaments diskutiert. Dort wollen allerdings die Republikaner durch eine Verfassungsänderung verhindern, dass Homosexuelle heiraten können. Denn „junge Leute sehen jetzt keine Notwendigkeit mehr im Heiraten“, erklärt der Republikaner Daniel Itse. Der in New Hampshire amtierende erste offen schwule Bischof der Anglikanischen Kirche, Gene Robinson, hat hingegen an die Ausschussmitglieder appeliert: „Meine Damen und Herren, bitte lassen Sie sich nicht von religiösen Gegnern der Gleichbehandlung einschüchtern“.