Amnesty: Lesben- und Schwulen-Kiss-In war voller Erfolg

In vielen Ländern ist gleichgeschlechtliche Liebe noch immer ein Verbrechen – Grund genug für das Netzwerk LGBT-Rechte (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender) von Amnesty International Österreich, am Valentinstag, dem Tag der Liebenden, darauf aufmerksam zu machen. So planten die Aktivisten ein „Kiss In“ am Stock-im-Eisen-Platz.

Und das wurde trotz des schlechten Wetters ein voller Erfolg „Überraschend viele Paare – gleichgeschlechtliche wie verschiedengeschlechtliche – sind trotz des kalten und windigen Wetters dem Aufruf des Netzwerks gefolgt“, erklärt Martin Baumgartner vom Netzwerk LGBT-Rechte.

Sie haben so ein deutliches Zeichen gegen Menschenrechtsverletzungen an Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender gesetzt. Wie wichtig diese Zeichen sind, erklärt Baumgartner am Beispiel Nigeria, wo ein Gesetzesentwurf bei den Aktivisten für Kopfschütteln sorgt: „Nach diesem würden nicht nur gleichgeschlechtliche Paare, sondern auch TrauzeugInnen und HelferInnen bei gleichgeschlechtlichen Hochzeitszeremonien mit Gefängnis bestraft. Amnesty International und andere Organisationen haben sich in einem öffentlichen Statement klar dagegen ausgesprochen“, so Baumgartner.

Das Netzwerk LGBT-Rechte in Österreich gibt es seit 2003. Diese Gruppe von Aktivisten innerhalb von Amnesty International will sich durch Aktionen, Veranstaltungen und Appellbriefe für Menschen einsetzen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität diskriminiert, verfolgt oder misshandelt werden und ein Bewusstsein für diese Menschenrechtsverletzungen in der Öffentlichkeit schaffen.