Vermont: Senat für Ehe-Öffnung

Überraschend deutlich hat sich der Senat des amerikanischen Bundesstaates Vermont für die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule ausgesprochen: Bei eine Abstimmung haben 26 Abgeordnete dafür gestimmt, nur vier waren dagegen.

Besonders die Ja-Stimmen der republikanischen Senatoren waren unsicher, da diese meistens konservativere Wähler haben und somit ihre Wiederwahl gefährden. Im April stimmt das Repräsentantenhaus über das Gesetz ab, auch hier wird ein Zustimmung erwartet. Die letzte Hürde könnte allerdings Gouverneur Jim Douglas sein. Der Republikaner hat sich bis jetzt gegen die Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare ausgesprochen. Seine Sprecherin meinte nur kryptisch: „Gouverneur Douglas stimmt mit Präsident Obama darin überein, dass die Ehe eine Verbindung zwischen Mann und Frau ist. Er unterstützt die Eingetragenen Partnerschaften, die Vermontern in gleichgeschlechtlichen Beziehungen gleiche Rechte und Pflichten geben.“

Tatsächlich haben Eingetragene Partnerschaften in Vermont seit dem Jahr 2000 die gleichen Rechte und Pflichten wie die Ehe. Der kleine Staat an der Grenze zu Kanada war der erste, de beide Verbindungen gleichstellte.

Eine echte Zivilehe können gleichgeschlechtliche Paare derzeit nur in Massachusetts und Connecticut schließen, eine endgültige Entscheidung in Kalifornien steht noch aus.