Viele britische Psychologen wollen Homosexuelle heilen

Eine beträchtliche Zahl britischer Therapeuten bietet noch immer Behandlungen von Homosexualität an – obwohl es keine Beweise dafür gibt, dass sie funktionieren.

Aus einer Studie des University College London, an der 1.400 Therapeuten teilgenommen haben, geht hervor, dass einer von sechs Therapeuten einem Patienten dabei zu helfen seine schwulen oder lesbischen Gefühle zu „verringern“.

„Selbstverständlich ist es in Ordnung, wenn ein Therapeut einem Menschen hilft, der ihn darum ersucht. Allerdings sollte diese Hilfe auf wirksamen Therapien beruhen, die ihm helfen seine Probleme zu erkennen und sich in einer Situation zurechtzufinden“, betont Michael King, der die Studie duchgeführt hat. Es sei heute bekannt, dass alle Versuche die sexuelle Orientierung eines Menschen zu verändern, extremes Leiden verursachen können: „Für uns war es äußerst besorgniserregend, dass es immer noch eine nicht unbedeutende Minderheit gibt, die das in bester Absicht zu ignorieren scheint.“

Gegenüber der BBC erklärte daraufhin das Royal College of Psychiatrists, dass homosexuelle Menschen ein Recht auf den Schutz vor Therapeuten haben, die ihnen möglicherweise mehr schaden als helfen – das gilt vor allem für jene, die die sexuelle Orientierung verändern wollen.