Sonntag, 21. April 2024
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Rechter Lokalpolitiker beschimpft schwulen Faschingsprinzen

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Weil der Bügermeisterkandidat einer rechtsgerichteten Partei im deutschen Dinslaken einen schwulen Karnevalspinz beleidigt hat, will ihn dieser jetzt klagen. Das berichtet die „Rheinische Post“ in ihrer aktuellen Ausgabe.

Heinich Mühmert, der sich für die „Offensive Dinslaken“ um das Amt des Bürgermeisters bewirbt, leistete sich bei der Budgetrede im Stadtrat den verbalen Ausrutscher: „Das politische Jahr begann am 9. Januar 2008 im Rathaus mit der Schlüsselübergabe an den schwulen Prinzen von Eppinghoven ‚We sind wer dor‘. Liebe Frau Wagemann, als Vorsitzende des Ortsverbandes der CDU Eppinghoven, konnten Sie es nicht verhindern, dass in Ihrer christlichen Gemeinde dieser schwule Wicht zum Prinz gekürt wurde?“. Bürgermeisterin Sabine Weiss erteilte daraufhin einen scharfen Ordnungsruf, CDU-Bürgermeisterkandidat Heinz Wansing verließ aus Protest den Saal.

Auch Helge Gilberg, der verunglimpfte Prinz, will sich solche Aussagen nicht bieten lassen: Er hat über seinen Anwalt Strafanzeige wegen Beleidigung erstattet. Dies bestätigt Gilberg der „Rheinischen Post“. Dabei gehe es ihm nicht einmal so sehr um seine Person. „Aber ich werde nicht zulassen, dass jemand wie Heinrich Mühmert meint, er könne eine Minderheit öffentlich derart herunterputzen“, so Gilberg. Er forderte Mühmert außerdem auf, sein Mandat als Stadtrat abzugeben und auf die Bürgermeisterkandidatur zu verzichten. „Einen solche Politiker hat meine weltoffene und tolerante Heimatstadt Dinslaken nicht verdient“, so Gilberg, der während seiner Zeit als Karnevalsprinz viel Zuspruch erlebt hat, zur „Rheinischen Post“.

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Die Budgetrede war übrigens nicht der erste Ausrutscher Mühmerts: „Mühmert ist unerträglich. Kürzlich hat er den Ersten Beigeordneten als Trinker bezeichnet, jetzt beleidigt er öffentlich die Homosexuellen“, erklärt CDU-Kandidat Wansing. Er erwartet von der Offensive Dinslaken, dass sie sich öffentlich von ihrem Vorsitzenden Mühmert distanziert und ihn als Kandidaten zurückzieht.

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