Anti-Rassismus-Konferenz: Homo-Rechte verweigert

Dass die Niederlande ihre Teilnahme an der Anti-Rassismus-Konferenz der UNO in Genf abgesagt haben, hat auch mit dem Kampf gegen die Diskriminierung von Lesben und Schwulen zu tun. Das erklärt der niederländische Außenminister Maxime Verhagen am Sonntag in Den Haag. Die UN-Konferenz sei „zu wichtig, um für politische Zwecke und Angriffe auf den Westen missbraucht zu werden“, so Verhagen..

Er kritisierte, dass einige Länder bei der Konferenz versuchen wollten, „Religion vor Menschenrechte zu stellen“ sowie „Diskriminierung von Homosexualität zu leugnen und Israel allein auf die Anklagebank zu setzen“.

Mit ihrer Absage sind die Niederlande nicht alleine: Auch USA, Israel, Deutschland und Kanada werden nicht an der Konferenz teilnehmen, andere Staaten schicken nur ihre UNO-Botschafter oder Beamte. Damit gilt die Konferenz auf politischer Ebene als gescheitert. Der französische Außenminister Bernard Kouchner betonte, sein Vertreter werde die Veranstaltung sofort verlassen, falls sie zu einer Plattform für rassistische Äußerungen gegenüber Israel werden sollte. Es wird befürchtet, dass der iranische Präsident Ahmadinejad die Konferenz als Plattform für Hasstiraden gegen Israel nutzen will. Im Iran werden auch minderjährige Homosexuelle regelmäßig unter dem Vorwand, Kinder vergewaltigt zu haben, zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Lob für die Konferenz gibt es hingegen von Papst Benedikt XVI. Für ihn ist sie eine „wichtige Initiative im Kampf gegen Intoleranz“.