Österreichische Politiker empört „Slavic Pride“-Prügelei [mit Video]

Das gewaltsame Ende de Moskauer Lesben- und Schwulenparade sorgt auch unter Österreichs Politikern für empörte Reaktionen.

„Die Behörden in Russland sollten friedlich demonstrierende Lesben und Schwule, die für ihre Rechte kämpfen, schützen und nicht im Würgegriff abführen. Das Verbot des Gay Pride durch die Stadt Moskau und die Verhaftung der Demonstranten ist ein Skandal“, kritisiert Ulrike Lunacek, Spitzenkandidatin der Grünen für die EU-Wahl und Vorsitzende der Europäischen Grünen.

Und auch Peter Traschkowitsch, Bundesvorsitzender der Initiative „Sozialdemokatie und Homosexualität“ ist „äußerst empört und zutiefst betroffen über die brutale Vorgangsweise der russischen Polizei“. Er fordert außerdem Außenminister Michael Spindelegger auf, für den Schutz österreichischer Lesben und Schwulen Vorkehrungen zu treffen und Verhalten der russischen Behörden klar zu verurteilen.

Konsequenzen vom Wiener Bürgermeister Michael Häupl, der wenige Stunden nach der Verhaftung der russischen Aktivisten beim Life Ball zu sehen war, fordert Marco Schreuder, Sprecher der Grünen Andersrum und Wiener Gemeinderat. Er fordert Häupl auf, den alljährlich in Wien stattfindenden Moskau-Ball im Wiener Rathaus ab sofort zu stoppen: „Es kann nicht so getan werden, als wären die Städte Wien und Moskau gut befreundet. Nachdem der Moskauer Bürgermeister wiederholt die Meschenrechte von Lesben und Schwulen mit Füßen getreten hat, gilt es hier ein klares Signal zu setzen. Erst wenn auch in Moskau Menschenrechte geachtet werden, soll der Moskau-Ball wieder stattfinden“, so Schreuder.