Keine Adoption für Lesben und Schwule in Luxemburg

Schwule und lesbische Paare werden wahrscheinlich auch zukünftig in Luxemburg keine Kinder adoptieren können. Der Nationale Ethikrat sprach sich in seiner Beurteilung zum neuen Adoptionsgesetz gegen diese Möglichkeit aus. Dafür soll das Adoptionsrecht auf unverheiratete Paare ausgedehnt werden, die eine Lebenspartnerschaft geschlossen haben.

Paul Kremer, Koordinator des Ethikrats, erklärte, dass für das Urteil weder ideologische noch politische Argumente ausschlaggebend waren, man habe „dem einstimmigen Urteil von Kinderpsychiatern Gehör geschenkt“.

Für schwule und lesbische Paare geöffnet soll hingegen die „adoption simple“ werden. Mit dieser vereinfachten Adoption kann ein Mensch einen anderen als rechtlichen Nachkommen einsetzen. Sie erleichtert bei erwachsenen Personen die Vererbung von Vermögen. Während die vereinfachte Adoption früher nur Einzelpersonen erlaubt war, sollen nun sowohl verheiratete, unverheiratete als auch homosexuelle Paare dieses Recht bekommen.

Die Beurteilung des Nationalen Ethikrats wird nun der Regierung und dem Parlament zugestellt. Sie ist für das Parlament rechtlich nicht bindend, ihr wird aber große Bedeutung zugemessen.