Umerziehung statt Todesstrafe für Lesben und Schwule in Uganda

Die internationalen Proteste hatten zumindest teilweise Erfolg: Uganda will lebenslange Haft und Todesstrafe für Lesben und Schwule aus seinem Anti-Homosexualitätsgesetz streichen. Dafür soll es „Umerziehungsmaßnahmen“ geben. Das meldet der Nachrichtendienst Bloomberg.

Ethik-Minister James Nsaba Buturo sagte Bloomberg, die beiden Strafen seien aus dem Entwurf gestrichen worden, damit auch die religiösen Führer des Landes zustimmen könnten. Diese hatten sich gegen die harten Strafen für Homosexualität ausgesprochen.

Dafür rückt ein anderer Aspekt des Gesetzes nun ins Rampenlicht: Das Gesetz will Möglichkeiten fördern, „fehlgeleitete Menschen einer akzeptablen sexuellen Orientierung zuzuführen“, so Buturo. Das kann also durchaus auch Zwangstherapien für Lesben und Schwule beinhalten, um sie „normal“ zu machen.

Das Anti-Homosexualitätsgesetz wurde im Oktober vom Abgeordneten David Bahati eingebracht. Es wird von der Regierung unterstützt, weil Homosexualität ihrer Meinung nach „der ugandischen Kultur zuwider ist“.