Freitag, 1. März 2024
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Wieder Angst vor Gewalt bei Sofia Pride

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In Bulgarien wächst der Widerstand gegen die Lesben- und Schwulenparade, die morgen in der Hauptstadt Sofia stattfinden soll. 25 Organisationen haben sich zusammengetan, um ein Verbot der Parade zu fordern.

Die Gegner riefen die Regierung und den Staatspräsidenten auf, „Bulgariens Kinder vor dem schädlichen Einfluss der Gay-Aktivisten zu schützen“, berichtet die Zeitung „Nowinar“. Auch die orthodoxe Kirche des Landes verurteilt die Parade.

Unterstützung für den bulgarischen CSD gibt es hingegen von beliebten bulgarischen Pop-Sängern. Sie wollen auch bei der Veranstaltung auftreten. Auch die britische Botschaft unterstützt die Sofia Pride in dem EU-Land. In einem Brief schreibt Botschafter Steve Williams, der Respekt für Menschenrechte sei „einer der demokratischen Grundwerte, auf denen die Europäische Union basiert. Diese Menschenrechte bieten allen Menschen gleiche Rechte, ungeachtet ihrer Rasse, ihres Geschlechts, ihrer Ethnie, ihres Glaubens oder ihrer sexuellen Orientierung. Viele Ausreden – wie der Respekt vor religiösen Überzeugungen oder traditionelle Werte – werden gemacht, um Homophobie zu rechtfertigen. Wir sagen klar: in der Europäischen Union von heute kann es keine Ausreden und Rechtfertigungen für Homophobie geben – aus welchem Grund auch immer.“

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Die Veranstalter der Sofia Pride brauchen auch jede Unterstützung – denn die Forderungen der Gegner sind mehr als nur leere Worte: Die letzte Parade im Jahr 2008 wurde von Rechtsradikalen und Nationalisten mit Knallkörpern und einer Gegendemonstration gestört. Deshalb forderten die Veranstalter dieses Jahr Polizeischutz für die Teilnehmer.

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