Donnerstag, 18. Juli 2024
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Homo-Ehe in Österreich läuft schleppend an

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Seit Jahresbeginn können schwule und lesbische Paare in Österreich eine Eingetragene Partnerschaft eingehen – doch so richtig scheint diese unter den Lesben und Schwulen des Landes nicht anzulaufen.

So haben sich einer internen Erhebung des Innenministeriums in der ersten Hälfte dieses Jahres 429 gleichgeschlechtliche Paare das Ja-Wort gegeben. Zum Vergleich: In den ersten sechs Monaten des Vorjahres gab es nach Angaben der Statistik Austria 15.885 Eheschließungen – mehr als 37 Mal so viel.

Rund zwei Drittel der Eingetragenen Partnerschaften werden von Männern geschlossen. Bei den Bundesländern ist Wien mit 224 Eintragungen Spitze – das ist fast jede zweite EP. Damit liegt die Bundeshauptstadt im Plan: Die zuständige MA 35 rechnete bei der Einführung mit 450 Eintragungen pro Jahr.

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Auch sonst sind Eingetragene Partnerschaften vor allem in der Nähe großer Städte beliebt: Neben den Landeshauptstädten gab es die meisten Zeremonien in Baden bei Wien, Mödling und Tulln.

Niederösterreich ist deshalb auch mit 60 Paaren auf Platz zwei der Bundesländer-Statistik. In der Steiermark haben sich 48 gleichgeschlechtliche Paare verpartnert, in Oberösterreich 34 und in Tirol 25. 16 Verpartnerungen zählten die Behörden in Salzburg, elf in Kärnten, sieben im Burgenland und nur vier in Vorarlberg.

Entgegen dem Bundestrend wurden im Burgenland fünf der sieben Verpartnerungen von lesbischen Paaren geschlossen. Besonders beliebt ist die Eingetragene Partnerschaft bei den 41- bis 50-jährigen: Sie stellen rund ein Drittel der Lebenspartner.

Sieben von zehn Eingetragene Partnerschaften werden zwischen zwei Österreichern geschlossen, bei 27,5 Prozent kommt ein Partner aus dem Ausland, in 1.6 Prozent der Fälle waren beide Partner keine österreichischen Staatsbürger.

Links zum Thema

  • homoehe.GGG.at: Alle Infos zur Eingetragenen Partnerschaft in Österreich