UNO-Generalsekretär gegen Strafe für Homosexualität

Klare Worte für die Rechte von Lesben und Schwulen kommen von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon. Er hat ein Ende der Kriminalisierung von Homosexualität gefordert.

Zahlreiche Länder hätten „moderne Gesetze, die wesentliche Rechte und Freiheiten garantieren“, sagte Ban am Freitag in New York. Dennoch werde Homosexualität „in mehr als 70 Ländern als Verbrechen betrachtet“.

Der UNO-Generalsekretär setzte sich bei seinen letzten Afrika-Reisen mehrfach dafür ein, diskriminierende Gesetze aufzuheben. Er erinnerte bei der Rede anlässlich des Tages der Menschenrechte auch an seinen Einsatz für die Freilassung eines schwulen Paares in Malawi.

Unterstützung bekam er dabei von Susan Rice, der Vertreterin der USA bei den Vereinten Nationen, Sie erklärte, die Vereinten Nationen müssten deutlich machen, dass niemand gefoltert oder getötet werden dürfe, weil er homosexuell sei.

Mit den aktuellen Aussagen reagiert Ban Ki Moon nun auch offiziell auf eine Resolution der UNO-Vollversammlung. Auf Druck von arabischen und afrikanischen Staaten wurde bei der Verurteilung der Todesstrafe die sexueller Orientierung als Grund für diese Strafe nicht mehr besonders geächtet. Derzeit droht Lesben und Schwulen in sieben Ländern der Tod, 72 weitere ahnden Homosexualität mit Geld- oder Gefängnisstrafen.