Münchner CSD will Lesben sichtbar machen

Der CSD München hat seit gestern abend ein Motto. Die diesjährige Parade steht unter dem Motto „Für ein solidarisches Miteinander: Lesben vor!“

Damit wurde ein lange schwelender Konflikt beigelegt. Zunächst wollten die Organisatoren den „Christopher Street Day“ in einen „Christina Street Day“ umbenennen, um auch Lesben stärker sichtbar zu machen. Nach heftigen Protesten wurde dieser Vorschlag aber zurückgezogen. Bei einem Szenestammtisch der lesbischwulen Community einigte man sich gestern abend nun auf das neue Motto.

„Gerade beim CSD geht es doch nicht darum nebeneinander oder gar gegeneinander zu marschieren, zu feiern und zu fordern. Es geht seit Jahren auch um ein Miteinander und Füreinander“, so Thomas Niederbühl, politischer Sprecher des CSD und Stadtrat der Rosa Liste München. Deshalb stelle die LGBT-Gemeinde dieses Jahr Lesben in den Vordergrund, „um gemeinsam für Sichtbarkeit, gleiche Rechte und Akzeptanz zu kämpfen“.

Der Szenestammtisch ist das Vernetzungs-, Koordinierungs- und Entscheidungsgremium der Münchner Community. Delegierte von über hundert Münchner Vereinen, Projekten und Gruppen treffen sich dabei einmal pro Quartal.

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