Lesben und Schwule in Uganda klären auf

Unter Einsatz ihres Lebens haben Lesben- und Schwulenaktivisten in Uganda eine neue landesweite Kampagne gegen Gewalt und Diskriminierung gestartet. Unter anderem wurden in verschiedenen Städten des Landes Poster und Flugblätter mit Slogans wie „Uganda ist für uns alle da“ oder „Mein Körper ist kein Schlachtfeld“ verteilt.

„Mit der Kampagne wollen wir auf Menschen erreichen, die noch nie einen Schwulen gesehen haben oder die Schwule hassen, so dass sie merken, dass wir Menschen sind, dass wir auch Eltern, Lehrer, Anwälte und Ärzte sind“, erklärt Julian Pepe von „Sexual Minorities Uganda“ den Sinn der Aktion. Die Menschen in Uganda würden jetzt zum ersten Mal anfangen, mehr Verständnis für sexuelle Randgruppen aufzubringen, erklärte er.

Uganda gilt als eines der gefährlichsten Länder für Schwule und Lesben: Zeitungen outen immer wieder Homosexuelle und setzen sie damit Lebensgefahr aus: Im Jänner wurde der Aktivist David Kato unter noch immer nicht vollständig geklärten Umständen ermordet.

Es gibt auch eine Gesetzesinitiative, die unter Umständen die Todesstrafe für schwulen Sex einführen würde. Trotz internationaler Proteste bis hin zu US-Präsident Barack Obama ist der Entwurf noch nicht endgültig vom Tisch.