Mann sprang bei Gay Cruise über Bord

Ein tragischer Vorfall hat sich am Freitag vor der Küste von Mexiko während einer Gay Cruise ereignet: Ein 30-jähriger Brite ist über Bord gefallen. Er konnte von den Rettungskräften nicht mehr gefunden werden. Die ersten Bilder der Überwachungskameras legen den Schluss nahe, dass der Sturz absichtlich passiert sein könnte.

Ein anderer Passagier hat am Freitag gegen 7 Uhr früh Alarm geschlagen, als er gesehen hatte, wie ein Mann von Bord fiel. Der Vorfall ereignete sich auf der „Allure of the Seas“, dem mit 5.400 Passagieren größten Kreuzfahrtschiff der Welt, die gerade auf einer einwöchigen Gay Cruise von Florida nach Cozumel in Mexiko unterwegs ist. Der auf schwule Touristik spezialisierte Reiseveranstalter „Atlantis Events“ hatte das Schiff von der Reederei „Royal Caribbean International“ gechartert.

In einer offiziellen Stellungnahme der Reederei heißt es, sofort nach der Alamierung sei der Passagier zunächst ausgerufen und auf dem Schiff gesucht worden. Passagiere des Kreuzfahrtschiffs wurden von dem Alarm aus dem Schlaf gerissen und mussten sich auf ihren Notfallpunkten versammelt, um gezählt zu werden. „Als der Gast nicht auf die Aufrufe reagierte und auch nicht durch an Bord gefunden wurde, alarmierte der Kapitän die lokalen Behörden“, heißt es in der Stellungnahme. Die Küstenwache habe mehrere Stunden nach dem Mann gesucht – ohne Erfolg. Das Schiff setzte die Reise nach Mexiko daraufhin fort.

„Eine Analyse des Materials der Videoüberwachung zeigt, dass der 30-jährige Brite über das Geländer seines Balkons stieg“, sagte ein Sprecher der Reederei der britischen Tageszeitung „Mirror“. Das Material zeige auch, „dass der Gast absichtlich über Bord ging“, so der Sprecher weiter.

Die Identität des Mannes wurde noch nicht bekanntgegeben. Wie das britische Außenministerium mitteilte, wurde seine Familie bereits informiert.