Donnerstag, 18. Juli 2024
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Aktivist in St. Petersburg mit Gaspistole angegriffen

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Auch in St. Petersburg kam es anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie zu Ausschreitungen.

Eine Veranstaltung von Lesben- und Schwulenaktivisten, die trotz des „Propagandaverbots“ genehmigt wurde, endete im Chaos: Einer der Gegendemonstranten feuerte etwa zehn Minuten nach Beginn der Veranstaltung einem der Teilnehmer mit einer Gaspistole ins Gesicht. Er wurde von der Polizei festgenommen.

Die Beamten warnten daraufhin die Veranstalter vor weiteren Gewalttaten und brachten sie unter Polizeischutz mit Bussen zur nächsten U-Bahn-Station.

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Ein Teilnehmer, der laut Polizei „mit seiner Freundin“ zu Fuß zur U-Bahn ging, wurde mit Tritten attackiert, weil er „Gegenstände mit Regenbogensymbolik“ bei sich trug. Die Angreifer flüchteten, als Polizeibeamte näher kamen.

Etwa 30 bis 40 „junge Leute sportlichen Typs“ zwangen schließlich einen Bus, in dem sie Lesben- und Schwulenaktivisten vermuteten, mit Feuerwerkskörpern zum Halten und bewarfen ihn dann mit Flaschen und Steinen. Einige Insassen des Busses wurden geschlagen.

In dem Bus befanden sich allerdings keine Lesben und Schwulen, sondern Gastarbeiter, die auf dem Weg von einer nahe gelegenen Baustelle nach Hause waren. Ein Teil der Männer hat sich in den Bussen versteckt, so gut es ging, andere flüchteten in Panik.