[Video] Homo-Hetze in Russland: Berliner Drag-Queen näht sich den Mund zu

Ein Protest, der unter die Haut geht: Die Berliner Drag-Queen und DJane Barbie Breakout hat sich den Mund zugenäht, um gegen die Gesetze gegen „Homo-Propaganda“ in Russland zu protestieren.

Nun hat sie ein Video dieser Aktion veröffentlicht: Es sind sechs Stiche, mit denen sie sich den Mund zunäht und zeigt: Ich kann nicht mehr reden, genauso wie meine Brüder und Schwestern in Russland. „Ich habe mich für diese radikale Form des Protestes entschieden, weil sie mir angemessen erscheint“, erklärt Barbie Breakout nach der Aktion dem größten deutschen Online-Portal „bild.de“.

Denn die Übergriffe gegen Lesben und Schwule in Russland seien explosionsartig gestiegen: „Jeden Tag gibt es neue Horrormeldungen. Denn es muss sich keiner der Täter davor fürchten, tatsächlich größere rechtliche Probleme zu bekomme“, so Barbie Breakout.

Drag Queen mit deutlicher politischer Botschaft

Die 35-Jährige fordert, die deutsche Regierung müsse die russische Führung unter Druck setzen: Mit Einreiseverboten oder einem klaren Wort der Kanzlerin. „Stattdessen dreht man Däumchen im Sommerloch. Das stinkt doch zum Himmel!“, ärgert sich Barbie Breakout.

Weiters ruft sie zum Boykott jener Konzerne auf, die Sponsoren der Olympischen Winterspiele 2014 in im russischen Sochi sind. „Wenn man sich hier in Europa klug organisiert, sollte es möglich sein, Konzerne wie McDonalds oder Coca Cola davon zu überzeugen, dass man in ein solches Land lieber keine Millionen pumpen sollte“, ist sie überzeugt.