Russischer Abgeordneter will Lesben und Schwulen Kinder wegnehmen

Die staatliche Hetzjagd der russischen Politik gegen Lesben und Schwule geht in die nächste Runde: Ein neuer Gesetzesentwurf sieht vor, Homosexuellen das Erziehungsrecht für ihre Kinder zu entziehen.

Der Gesetzesentwurf kommt von Alexej Schurawljow, Mitglied von Putins Partei „Geeintes Russland“. Offiziell geht es auch hier um den Schutz von Kindern: Deren Psyche könnte nämlich „erheblichen Schaden“ nehmen, wenn sie bei gleichgeschlechtlichen Paaren oder wegen „nicht traditioneller sexueller Kontakte eines Partners“ zerbrechen, so der Abgeordnete.

Und Schurawljow geht noch einen Schritt weiter: Die Justiz soll seiner Meinung ermitteln, wenn eine Frau glaubt, ihr Mann sei schwul.

Erst gestern hatte Präsident Wladimir Putin erklärt, Homosexuelle hätten in Russland die selben Rechte wie alle anderen. Vor einigen Monaten hat er allerdings das stark umstrittene „Anti-Propaganda-Gesetz“ unterschrieben hat, das die Meinungsfreiheit von Lesben und Schwulen stark einschränkt.