US-Olympiateilnehmer dürfen keine Lesben und Schwule diskriminieren

Ein deutliches Zeichen setzt das Olympische Komitee der USA (USOC): Der Verhaltenskodex für die Athleten wurde noch vor den Winterspielen in Sotschi ergänzt: Die Sportler müssen sich nun auch verpflichten, niemanden wegen seiner sexuellen Orientierung zu diskriminieren.

Damit versucht das USOC einen Spagat: Auf der einen Seite hat es einen Boykott der Olympischen Winterspiele in Sotschi mit dem Argument abgelehnt, keine Außenpolitik zu betreiben. Auf der anderen Seite wird gerade in den USA die Kritik an Russland und den Spielen wegen des „Anti-Homo-Propaganda“-Gesetzes immer größer.

Mit der Erweiterung des Kodex setzt das Olympische Komitee der USA ein Zeichen, dass „das Gesetz nicht mit den fundamentalen Prinzipien der Olympischen und Paralympischen Bewegung vereinbar ist“, so USOC-Präsident Scott Blackmun.

Auch innerhalb der US-Sportszene ist die Kritik an dem russischen Gesetz gegen „Homo-Propaganda“ lauter geworden: Bekannte US-Olympiateilnehmer wie der Skifahrer Bode Miller haben es offen kritisiert.

Das Österreichische Olympische Komitee (ÖOC) hat trotz mehrmaliger Aufforderung noch nicht zu diesem Thema Stellung genommen.